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Erläuterungen zum Bewertungssystem
Erläuterungen Bewertungssystematik - Pflegedienste

Die Basis für die Pflegenoten sind die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) und der Qualitätsprüfungen des Prüfdienstes des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e. V. Die Noten setzen sich aus bis zu 46 Einzelbewertungen zusammen, die im Rahmen der gesetzlichen Überprüfung der Heime durch die MDK oder den PKV-Prüfdienst übermittelt werden.

Die Pflegeeinrichtungen werden anhand von verschiedenen Kriterien (Transparenzkriterien) geprüft und bewertet. Die Kriterien sind vier Qualitätsbereichen zugeordnet.

  1. Pflegerische Leistungen (17 Kriterien)
  2. Ärztlich verordnete pflegerische Leistungen (8 Kriterien)
  3. Dienstleistung und Organisation (9 Kriterien)
  4. Befragung der pflegebedürftigen Menschen (12 Kriterien)

I. Bewertung der Kriterien

Es wird zwischen einrichtungsbezogenen und personenbezogenen Kriterien unterschieden.

Einrichtungsbezogene Kriterien fragen nach organisatorischen Dingen und nach Abläufen in der Pflegeeinrichtung (ambulanter Pflegedienst). Diese Fragen werden mit "ja" oder "nein" beantwortet.

Beispiel:
"Gibt es eine schriftliche Regelung zum Umgang mit Beschwerden?" Antwort: "ja"

Personenbezogene Kriterien stellen Fragen zu Pflege- und Betreuungsleistungen. Zur Beantwortung dieser Fragen wird je Pflegedienst eine Stichprobe von acht Personen (aus Pflegegrad 2 drei Personen, aus Pflegegrad 3 drei Personen, aus Pflegegrad 4 und 5 zusammen zwei Personen) gezogen. Bei den in die Stichprobe einbezogenen Personen wird geprüft, ob das Kriterium "erfüllt" oder "nicht erfüllt" ist. Das Ergebnis wird durch den Anteilswert "vollständig erfüllt bei X von Y Personen" dargestellt.

Beispiel:
"Entspricht die Medikamentengabe der ärztlichen Verordnung?" Antwort: "vollständig erfüllt bei 6 von 8 Personen"
Dies bedeutet:
  1. Das Kriterium konnte bei acht Personen geprüft werden.
  2. Bei sechs Personen wurde das Kriterium vollständig erfüllt.

Bei der Befragung der in die Stichprobe einbezogenen Personen (Kriterien des Qualitätsbereichs 4) sind vier verschiedene Antworten möglich: "immer", "häufig", "gelegentlich" und "nie". Das Ergebnis der Personenbefragung wird bei jedem Kriterium deshalb durch den Anteilswert "immer/ häufig/ gelegentlich/ nie erfüllt bei X von Y Personen" dargestellt.

Beispiel:
"Sind die Mitarbeiter höflich und freundlich?"
Antwort: "immer erfüllt bei 6 von 8 Personen" und "häufig erfüllt bei 2 von 8 Personen"
II. Bewertung der Qualitätsbereiche

Zur Bewertung der Prüfergebnisse eines Qualitätsbereichs wird eine Note zwischen "1" ("sehr gut") und "5" ("mangelhaft") vergeben. Die Notenberechnung erfolgt durch ein zweistufiges Verfahren.

1. Stufe

Pro Kriterium wird ein Punktwert wie folgt ermittelt: Bei einem einrichtungsbezogenen Kriterium werden für ein "ja" 10 Punkte vergeben, für ein "nein" 0 Punkte. Bei einem personenbezogenen Kriterium werden bei jeder in die Stichprobe einbezogenen Person für ein "erfüllt" 10 Punkte, für ein "nicht erfüllt" 0 Punkte vergeben. Aus den Ergebnissen der Stichprobe wird für jedes Kriterium ein Gesamtmittelwert (Punktwert) wie folgt gebildet:

Die Summe der vorhandenen Punkte für alle in die Stichprobe einbezogenen Personen - unabhängig von den Pflegegraden - wird durch die Anzahl der bei diesem Kriterium einbezogenen Personen dividiert. Das Ergebnis ist der Gesamtmittelwert eines Kriteriums.

Beispiel:
Ergebnis der Stichprobe für ein personenbezogenes Kriterium
PG2: 10 10 0     PG3: 10 10 10     PG4/5: 10 0
Dies bedeutet:
  1. In Pflegegrad 2 ist das Kriterium bei zwei Personen erfüllt,
  2. in Pflegegrad 3 bei drei Personen,
  3. in Pflegegrad 4 und 5 bei einer Person.
Berechnung des Gesamtmittelwertes:
GMW = (10,00+10,00+0+10,00+10,00+10,00+10,00+0)/8 = 60/8 = 7,5
Dies bedeutet: Der Gesamtmittelwert des Kriteriums beträgt "7,5". Dieser Gesamtmittelwert (=Punktwert des Kriteriums) geht in die Berechnung der Note eines Qualitätsbereichs und des Gesamtergebnisses ein.

2. Stufe

Alle Punktwerte der Kriterien eines Qualitätsbereichs werden addiert. Die Summe wird durch die Anzahl der geprüften Kriterien des Qualitätsbereichs geteilt. Das Ergebnis ist der Mittelwert (Punktwert) eines Qualitätsbereichs. Dieser Wert wird einer Note zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt anhand einer Umrechnungstabelle (siehe Pflege- Transparenzvereinbarung ambulant – PTVA, Anhang zu Anlage 2).

Bei den personenbezogenen Kriterien der Befragung der pflegebedürftigen Menschen (Qualitätsbereich 4) werden für die Bewertung "immer" 10 Punkte vergeben, für "häufig" 7,5 Punkte, für "gelegentlich" 5 Punkte und für "nie" 0 Punkte. Die Berechnung des Punktwertes eines Kriteriums und des Qualitätsbereichs 4 erfolgt wie oben dargestellt.

Sofern ein Kriterium bei keiner der in die Stichprobe einbezogenen Person zutrifft und daher nicht bewertet werden kann, geht dieses nicht in die Berechnung der Note eines Qualitätsbereichs mit ein.

III. Gesamtbewertung

Die Vorgehensweise ist die gleiche wie bei der Bildung der Note eines Qualitätsbereichs. Der Unterschied ist nur, dass alle geprüften Kriterien der Qualitätsbereiche 1-3 bei der Ermittlung des Punktwertes für das Gesamtergebnis einbezogen werden. Der Punktwert des Gesamtergebnisses wird wieder anhand der Umrechnungstabelle einer Note zugeordnet.

Sofern ein Kriterium bei keiner der in die Stichprobe einbezogenen Person zutrifft und daher nicht bewertet werden kann, geht dieses nicht in die Berechnung des Gesamtergebnisses mit ein.

Die Ergebnisse der Befragung der pflegebedürftigen Menschen (Kriterien des Qualitätsbereichs 4) gehen ebenfalls nicht in das Gesamtergebnis mit ein. Die Note für die Personenbefragung wird gesondert ausgewiesen.